Naturstein zeichnet sich durch eine hochwertige und feine Textur aus und ist als Gestaltungsmaterial für die Innen- und Außendekoration von Gebäuden sehr beliebt.
Stein bietet nicht nur durch seine natürliche Textur einen einzigartigen, künstlerischen visuellen Effekt, sondern ermöglicht durch verschiedene Oberflächenbearbeitungsmethoden auch ein sich ständig veränderndes visuelles Erlebnis. Diese vielfältigen Wandlungsmöglichkeiten machen einen Teil des Reizes von Stein aus.
Die Oberflächenbehandlung von Stein bezeichnet die Anwendung verschiedener Bearbeitungsverfahren auf der Oberfläche von Stein unter Gewährleistung der Unversehrtheit des Steins selbst, um unterschiedliche Materialstile zu erzielen und so verschiedenen Designanforderungen gerecht zu werden.
Bei Materialien wie Marmor ist die Oberflächenbearbeitung von großer Bedeutung, da Designer je nach Art, Maserung, Härte und Eigenschaften des Steins die passende Oberflächenbehandlung auswählen und diese dann im Innenraum präsentieren. Dadurch lässt sich die Wirkung des Designs optimal gewährleisten, die Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik erfüllen und einige Gestaltungsprobleme vermeiden.
Marmor kann auf vielfältige Weise oberflächenbehandelt werden. Hinsichtlich Rutschfestigkeit, Fleckenbeständigkeit, Reinigungsfreundlichkeit und Stoßfestigkeit lassen sich verschiedene Oberflächenbehandlungsmethoden anwenden. Welche sind also die gängigsten Verfahren zur Steinoberflächenbearbeitung in der Industrie?
Gemäß den Anwendungen lässt es sich grob in folgende vier Kategorien unterteilen:
1. Die gebräuchlichsten Oberflächenbehandlungen, wie z. B. polierte Oberflächen, geschliffene Oberflächen usw.;
2. Die rutschfeste Oberflächenbehandlung, wie z. B. Säurebehandlung, Flammenbehandlung, Wasserbehandlung, Stockhammerbearbeitung, Ananasstruktur usw.;
3. Das sind dekorative Oberflächenbehandlungen, wie zum Beispiel Antik-Oberfläche, gerillte Oberfläche, Pilz-Oberfläche, Natur-Oberfläche, sandgestrahlte Oberfläche, säuregeätzte Antik-Oberfläche usw.;
4. Mit der Gravurplatte und speziellen Oberflächenbehandlungen lassen sich alle erdenklichen Oberflächenstrukturen realisieren, wie zum Beispiel Krokodilhaut- oder Wasserwellen-Gravuren.
Im Folgenden stellen wir sie Ihnen nacheinander vor.
-TEIL 01- Bekannte gängige Oberflächenbehandlung
Eine polierte Oberfläche entsteht durch Grob-, Fein- und Hochglanzschleifen einer ebenen Platte mit Schleifmitteln und anschließendes Polieren mit Polierpulver und Poliermittel. Die Oberfläche ist spiegelglatt, farbintensiv und weist wenige und sehr kleine Poren auf.
Die Lichtdurchlässigkeit von normalem Marmor kann 80 oder 90 Grad betragen, was sich durch hohe Leuchtkraft und starke Lichtreflexion auszeichnet, wodurch die reichen und prächtigen Farben und die natürliche Textur des Steins oft voll zur Geltung kommen.
Die geschliffene Oberfläche ist glatt und wurde weniger stark mit Harzschleifmitteln poliert. Ihr Glanzgrad ist geringer als der einer polierten Oberfläche und liegt üblicherweise zwischen 30 und 60.
Der mattierte Stein weist oft eine gewisse Leuchtkraft auf, reflektiert das Licht jedoch schwach. Es handelt sich um eine ebene und glatte Oberfläche, deren Leuchtkraft jedoch gering ist.
-TEIL 02- Rutschfeste Oberflächenbehandlung
Die Säurebehandlung erzielt den optischen Effekt durch die Korrosion der Steinoberfläche mit starker Säure. Der behandelte Stein weist kleine Korrosionsspuren auf, die ihn rustikaler wirken lassen als eine polierte Oberfläche. Die starke Säure greift das Innere des Steins nicht an.
Dieses Verfahren ist bei Marmor und Kalkstein üblich und bietet eine gute Rutschfestigkeit. Es wird hauptsächlich in Badezimmern, Küchen und im Straßenbau eingesetzt und dient oft dazu, den Glanz von Granit zu mildern.
Als geflammte Oberfläche bezeichnet man die raue Oberflächenbeschaffenheit, die durch die Verbrennung von Acetylen und Sauerstoff als Brennstoff oder Propan und Sauerstoff als Brennstoff oder durch eine Hochtemperaturflamme, die durch verflüssigtes Erdölgas und Sauerstoff als Brennstoff erzeugt wird, entsteht.
Da beim Brennen einige Verunreinigungen und Bestandteile mit niedrigem Schmelzpunkt an der Oberfläche des Steins verbrannt werden, wodurch eine raue Oberfläche entsteht, fühlt sich die Oberfläche etwas dornig an.
Die geflammte Oberfläche stellt bestimmte Anforderungen an die Marmordicke. Im Allgemeinen beträgt die Dicke des Steins mindestens 20 mm, und die Oberfläche wird kristallisiert, um ein Reißen des Steins während der Bearbeitung zu verhindern.
Die Oberfläche des Steins wird mit einer Wasserstrahlmaschine gereinigt, wodurch Unebenheiten sichtbar werden. Die Oberfläche ist jedoch glatt und weist keine Kanten oder Ecken auf, ähnlich wie bei einer Säurebehandlung. Die Oberflächenfarbe ist jedoch ähnlich, etwas dunkler als bei einer Säurebehandlung, und die Wasseraufnahmerate ist gering.
Die gestockte Oberfläche entsteht durch das Bearbeiten der Granitoberfläche mit einem Hammer in Form einer Litschischale. Man unterscheidet zwischen maschinell und handgefertigt. Handgefertigte Nudeln sind in der Regel fester als maschinell hergestellte, ihre Herstellung ist jedoch aufwendiger und daher teurer.
Die Methode der Ananas-Oberflächenbearbeitung besteht darin, die Steinoberfläche unebener als bei der gestockten Oberfläche zu gestalten, wodurch die Körnung deutlicher hervortritt. Die Textur des Materials ist genau das Gegenteil derjenigen einer gewaschenen Oberfläche: weniger ausgeprägte Unebenheiten und eine gröbere Körnung.
-TEIL 03- Dekorative Oberfläche
Die Antik-Oberfläche dient dazu, die rauen Merkmale der gebrannten Oberfläche zu beseitigen. Nach dem ersten Brennen wird der Stein 3-6 Mal mit einer Stahlbürste bearbeitet – so entsteht die Antik-Oberfläche. Diese weist die typischen konkaven und konvexen Strukturen einer gebrannten Oberfläche auf, fühlt sich glatt an und verursacht keine Hautirritationen. Es handelt sich um eine sehr effektive Oberflächenbehandlung. Die Herstellung einer Antik-Oberfläche ist jedoch zeitaufwändig und kostspielig.
Die gerillte Oberfläche wird auch als „Zugrille“ oder „Ziehrille“ bezeichnet. Es handelt sich um eine Rille mit einer bestimmten Tiefe und Breite auf der Steinoberfläche, üblicherweise eine gerade Rille, mit Zwei-Wege-Rillen (5 mm × 5 mm) und Einweg-Rillen. Bei Bedarf kann auch ein Wasserstrahl zum Ziehen der gebogenen Kerbe verwendet werden, allerdings sind die Materialkosten dafür hoch.
Um versehentliche Verletzungen zu vermeiden, sollte bei diesem Vorgehen eine Passivierungsbehandlung der Kerbe in Betracht gezogen werden; gegebenenfalls kann ein Abschleifen erfolgen.
Die in letzter Zeit beliebten Formatelemente können zur Bearbeitung von Stein in Zugnut-Oberflächen verwendet werden.
Eine pilzförmige Oberfläche entsteht durch das Bearbeiten von Stein mit Meißel und Hammer. Diese Bearbeitungsmethode stellt bestimmte Anforderungen an die Steinstärke. Im Allgemeinen sollte der Boden mindestens 3 cm dick sein, der erhabene Teil kann je nach Bedarf mehr als 2 cm dick sein. Diese Bearbeitungsart wird häufig bei kostengünstigen Einfriedungen eingesetzt.
Die natürliche Oberfläche wird gemeinhin als natürliche Bruchfläche oder Rissfläche bezeichnet. Es handelt sich um ein Stück Gestein, das maschinell in der Mitte gespalten wurde und nach der Spaltung keiner weiteren Behandlung unterzogen wird. Die Oberfläche dieses Gesteins ist extrem rau und weist eine sehr ungleichmäßige Spannungsverteilung auf.
Die Sandstrahlbehandlung von Naturstein (Oberflächenbearbeitung von Steinen) erfolgt durch den Einsatz von kantigem Schmirgel, Quarzsand, Flusssand und anderen Strahlmitteln, die unter dem Druck von Druckluft (oder Wasser) auf die Steinoberfläche aufgetragen werden. Dadurch entsteht eine glasartige, mattierte Steinoberfläche.
Derzeit wird der Prozess im Allgemeinen mit einer Steinsandstrahlanlage durchgeführt, wobei die Luftstromgröße je nach Härte des Gesteins angepasst werden kann, um die erforderliche Tiefe und Gleichmäßigkeit zu erreichen.
Durch das Bearbeitungsverfahren erhält das Steinmaterial eine gute Rutschfestigkeit und behält gleichzeitig seine ansprechende Optik, ohne zu brechen. Daher ist das Anwendungsgebiet sehr breit. Es eignet sich nicht nur für die Bearbeitung von Platten, Profilplatten und anderen Natursteinprodukten, sondern auch für Geländer, Treppen, Eckprofile, Säulen und die Bearbeitung von Steinen in Sonderformen. Auch in der Steinbildhauerei findet das Sandstrahlverfahren breite Anwendung und ist häufig in Hotels, Konferenzräumen, Museen, Fluren und anderen Bereichen zu sehen.
-TEIL 04- Gravierte Fliesen und Spezialoberflächen
Sofern sich die gewünschte Oberflächenstruktur in Form einer Gravurplatte realisieren lässt, ist der dekorative Effekt einer Marmorgravurplatte mit spezieller Oberflächenbehandlung sehr schön und hervorragend.
Krokodilledergravur
Wasserwellengravur
Man geht davon aus, dass sich mit der zukünftigen Entwicklung, wenn die Verbraucher mehr über den Stein wissen und ihn verwenden, die Vielfalt der Steinprodukte immer weiter vergrößern wird.
Veröffentlichungsdatum: 23. Juni 2022




















